Als IT-Freelancer die richtigen Kunden gewinnen.

Wie eine klare Positionierung dir kurz- und langfristig hilft, passende Kunden zu gewinnen und weniger aktiv nach Projekten suchen zu müssen.

Sich selbst zu ver­mark­ten gehört wahr­schein­lich nicht zu den Lieb­lings­auf­ga­ben der meis­ten IT-Free­lan­cer.

Gera­de wenn du fach­lich gut bist, viel Erfah­rung mit­bringst und weißt, dass du gute Arbeit leis­test. War­um soll­test du dich dann auch noch mit Mar­ke­ting beschäf­ti­gen müs­sen?

Weil gute Arbeit allein lei­der nicht auto­ma­tisch dafür sorgt, dass die rich­ti­gen Kun­den davon erfah­ren.

Und genau da macht eine kla­re Posi­tio­nie­rung einen Unter­schied. Du erreichst leich­ter die rich­ti­gen Kun­den und musst lang­fris­tig weni­ger aktiv nach neu­en Pro­jek­ten suchen.

In die­sem Arti­kel liest du,

  • war­um 20 Jah­re Erfah­rung und gefrag­te Skills noch lan­ge kei­ne regel­mä­ßi­gen Anfra­gen garan­tie­ren,
  • was sich ver­än­dert, wenn du nicht mehr Tech­no­lo­gien, son­dern eine kon­kre­te Lösung für dei­ne Kun­den ver­kaufst,
  • war­um ande­re dich plötz­lich leich­ter emp­feh­len kön­nen und Recrui­ter häu­fi­ger auf dich zukom­men,
  • wie aus ähn­li­chen Kun­den und Pro­jek­ten mit der Zeit neue Ange­bo­te ent­ste­hen,
  • und war­um du kei­nen mög­lichst gro­ßen Markt brauchst, son­dern einen, in dem du einen Vor­teil hast.

Lass uns Thomas kennenlernen.

Tho­mas ist 47, Cyber­se­cu­ri­ty-Free­lan­cer und hat 20 Jah­re IT-Erfah­rung, davon 8 Jah­re im Bereich Cyber­se­cu­ri­ty.

Fach­lich ist er wirk­lich gut. Er hat mit Cloud Secu­ri­ty, Risk Manage­ment, Back­up und ISO 27001 gear­bei­tet. Er hat Refe­ren­zen und erfolg­reich abge­schlos­se­ne Pro­jek­te in ver­schie­de­nen Bran­chen: E‑Commerce, Medi­zin, Indus­trie und SaaS.

Auf Lin­ke­dIn und in sei­nem CV prä­sen­tiert er sich unge­fähr so:

Cyber­se­cu­ri­ty Free­lan­cer Cloud Secu­ri­ty | Back­up | Risk Manage­ment | ISO 27001 | 20 Jah­re IT-Erfah­rung | 8 Jah­re im Bereich Cyber­se­cu­ri­ty

Man sieht sofort: fach­lich stark.

Wenn sich ein Pro­jekt dem Ende nähert, beginnt Tho­mas schon etwas ner­vös nach dem nächs­ten zu suchen.

Er schaut auf den drei Platt­for­men, auf denen er seit Jah­ren Pro­fi­le hat. Bewirbt sich. Schreibt Recrui­ter an. Mel­det sich bei alten Kon­tak­ten. Fügt wei­te­re Recrui­ter auf Lin­ke­dIn hin­zu. Viel­leicht pro­biert er Sales Navi­ga­tor aus oder denkt dar­über nach, sei­ne Akqui­se zu auto­ma­ti­sie­ren.

Ein paar Ant­wor­ten kom­men. Aber ziem­lich oft lan­det das Gespräch schnell bei:

„Wie hoch ist dein Stun­den­satz?“

Tho­mas macht eigent­lich nichts offen­sicht­lich falsch. War­um ist die Suche trotz­dem jedes Mal wie­der so anstren­gend?

Freelancer vs. Marketing

Ein poten­zi­el­ler Kun­de sieht natür­lich, dass Tho­mas etwas kann. Das Pro­blem: 20 oder 30 ande­re Cyber­se­cu­ri­ty-Free­lan­cer prä­sen­tie­ren sich ziem­lich ähn­lich.

Aus mei­nen Gesprä­chen mit vie­len Free­lan­cern habe ich außer­dem den Ein­druck, dass Mar­ke­ting ein biss­chen Ego-Sache ist. Ich hof­fe, du nimmst mir das nicht übel.

Aber vie­le Men­schen, die als IT-Free­lan­cer arbei­ten wol­len, füh­len sich schon fast per­sön­lich ange­grif­fen bei dem Gedan­ken, sich ein­mal genau­er anzu­schau­en, wie Ver­kauf eigent­lich funk­tio­niert.

Wenn wir selbst eine Dienst­leis­tung oder ein Pro­dukt kau­fen, wis­sen wir schließ­lich auch nicht, wel­ches wirk­lich das bes­te ist. Dafür müss­ten wir alle aus­pro­bie­ren und erst danach ent­schei­den, wel­ches unse­re Bedürf­nis­se tat­säch­lich am bes­ten erfüllt.

Das ist eher unrea­lis­tisch. Beson­ders, wenn die Zeit drängt.

Also ent­schei­den wir uns häu­fig für das Ange­bot, das unser Pro­blem oder unser Bedürf­nis am bes­ten beschreibt. Bei dem wir das Gefühl haben: Die ver­ste­hen mich.

Mar­ke­ting wirkt auf uns alle. Man muss sich dar­über nicht ärgern. Man kann die­ses Wis­sen auch ein­fach für sich nut­zen. Denn die Vor­tei­le sind ziem­lich kon­kret.


01 Du verkaufst Expertise statt Technologien

Mit einer kla­ren Posi­tio­nie­rung könn­te Tho­mas’ Pro­fil zum Bei­spiel so aus­se­hen:

Cyber­se­cu­ri­ty-Spe­zia­list für medi­zi­ni­sche Ein­rich­tun­gen, die hohe Anfor­de­run­gen an Daten­schutz und IT-Sicher­heit mit begrenz­ten inter­nen Res­sour­cen erfül­len müs­sen.

Glei­cher Mensch und Kom­pe­ten­zen. Aber für einen poten­zi­el­len Kun­den eine völ­lig ande­re Aus­sa­ge.

Woher kommt die­se Posi­tio­nie­rung?

Tho­mas schaut sich sei­ne bis­he­ri­gen Pro­jek­te an. Dabei stellt er fest, dass ihm ein Pro­jekt für eine medi­zi­ni­sche Ein­rich­tung nicht nur beson­ders viel Spaß gemacht hat und finan­zi­ell inter­es­sant war. Er hat­te auch das Gefühl, dass ihm die Zusam­men­ar­beit mit die­sem Kun­den­typ und die Art der Pro­ble­me beson­ders gut liegt.

Die Fra­ge ist nur: Wäre das heu­te noch ein guter Markt für ihn?

Dafür schaut Tho­mas auf drei Berei­che:

  • Sich selbst: sei­ne besetn Kom­pe­ten­zen, Stär­ken und Erfah­run­gen. Nicht nur Job­ti­tel und Tech­no­lo­gien.
  • Sei­ne bis­he­ri­gen Pro­jek­te: Wo war er beson­ders gut? Mit wel­chen Kun­den und Pro­ble­men hat er ger­ne gear­bei­tet?
  • Den Markt: Wie ent­wi­ckelt sich die Bran­che? Wird inves­tiert? Gibt es einen rea­len Bedarf für sei­ne Exper­ti­se? Hier zäh­len kon­kre­te Markt­da­ten, nicht nur Bauch­ge­fühl.

Erst wenn die­se drei Berei­che zusam­men­pas­sen, wird aus einer Idee eine inter­es­san­te Rich­tung für sei­ne Posi­tio­nie­rung.


02 Du weißt plötzlich, wo du die richtigen Kunden findest

Ohne kla­re Posi­tio­nie­rung machst du oft ziem­lich vie­le Din­ge gleich­zei­tig, die Zeit und Ener­gie kos­ten und nicht sel­ten für Frust sor­gen.

Du fragst dich:

  • Wel­che Unter­neh­men soll ich anschrei­ben?
  • Wen soll ich auf Lin­ke­dIn adden?
  • Wor­über soll ich pos­ten?
  • Viel­leicht brau­che ich Apol­lo + n8n?
  • Viel­leicht soll­te eine Agen­tur das für mich über­neh­men?

Mit einer kla­re­ren Posi­tio­nie­rung wer­den auch dei­ne Fra­gen kon­kre­ter und die Ant­wor­ten las­sen sich viel leich­ter fin­den und über­prü­fen:

  • Wel­che medi­zi­ni­schen Ein­rich­tun­gen haben kei­ne eige­ne IT-Abtei­lung?
  • Wer ver­ant­wor­tet dort IT-Sicher­heit?
  • Mit wel­chen exter­nen IT-Anbie­tern arbei­ten sie?
  • Wel­che Cyber­se­cu­ri­ty-Pro­ble­me beschäf­ti­gen die­se Ein­rich­tun­gen gera­de?
  • Wel­che mei­ner alten Kon­tak­te aus dem medi­zi­ni­schen Bereich kann ich wie­der akti­vie­ren?

03 Du musst dich nicht bei jedem Projekt neu einarbeiten

Du kennst die Spra­che dei­ner Kun­den und musst dich nicht bei jedem neu­en Pro­jekt wie­der von vor­ne mit den spe­zi­fi­schen Anfor­de­run­gen und Pro­ble­men ver­traut machen. In unse­rem Bei­spiel kennt Tho­mas bereits typi­sche Sys­te­me, Pro­zes­se und Abhän­gig­kei­ten zwi­schen medi­zi­ni­schen Ein­rich­tun­gen, Labo­ren und exter­nen Soft­ware­an­bie­tern.

Mit jedem wei­te­ren ähn­li­chen Pro­jekt wird die­ses Wis­sen grö­ßer.


04 Empfehlungen werden konkreter

Du wirst zum Exper­ten in einem Bereich und mit der Zeit in dei­ner Nische bekann­ter. Das macht Emp­feh­lun­gen leich­ter und kann den Auf­wand für akti­ve Akqui­se deut­lich redu­zie­ren.

Ohne kla­re Posi­tio­nie­rung klingt eine Emp­feh­lung viel­leicht so:

„Ich ken­ne einen guten Cyber­se­cu­ri­ty-Free­lan­cer.“

Mit kla­rer Posi­tio­nie­rung:

„Sprich mal mit ihm. Er arbei­tet viel mit medi­zi­ni­schen Ein­rich­tun­gen und kennt die Pro­ble­me, die wir dort mit IT-Sicher­heit haben.“

Wen wür­dest du als Lei­ter einer medi­zi­ni­schen Ein­rich­tung eher anru­fen?


05 Gute Arbeit wird leichter wiederholbar

„Der bes­te Ver­triebs­ka­nal ist eure Deli­very.“ Das habe ich vor Kur­zem in einem Lin­ke­dIn-Post eines Free­lan­cers gele­sen.

Eine gute Posi­tio­nie­rung führt dazu, dass du häu­fi­ger genau die Arbeit machst, bei der du dei­ne stärks­ten Kom­pe­ten­zen und das Wis­sen ein­set­zen kannst, das du in die­sem Seg­ment bereits auf­ge­baut hast.

Und dar­aus ent­steht mit der Zeit ein ziem­lich inter­es­san­ter Effekt:

mehr Erfah­rung → bes­se­res Markt­ver­ständ­nis → bes­se­re Deli­very → stär­ke­re Refe­ren­zen → mehr Ver­trau­en → bes­se­re Emp­feh­lun­gen

Das erklärt auch, war­um ein gut posi­tio­nier­ter Free­lan­cer nach eini­gen Jah­ren deut­lich weni­ger akti­ve Akqui­se brau­chen kann.


06 Dein Angebot entwickelt sich weiter

Nach eini­gen Pro­jek­ten stellt Tho­mas viel­leicht fest:

Vie­le medi­zi­ni­sche Ein­rich­tun­gen machen Back­ups. Aber sie wis­sen nicht, ob und wie schnell sie ihre Daten nach einem Angriff tat­säch­lich wie­der­her­stel­len kön­nen.

Tho­mas erkennt ein Pro­blem, das immer wie­der auf­taucht. So ent­wi­ckelt er sein Ange­bot wei­ter.

Posi­tio­nie­rung und Seg­men­tie­rung machen dein Ange­bot also nicht auto­ma­tisch klei­ner. Im Gegen­teil: Sie kön­nen dir zei­gen, wel­che wei­te­ren Leis­tun­gen dei­ne Kun­den tat­säch­lich brau­chen.


07 Recruiter melden sich bei dir

Ein Effekt, den mir prak­tisch jeder Kun­de nach der Pro­fil­op­ti­mie­rung mel­det: vor­her 0 Anfra­gen über Lin­ke­dIn, danach regel­mä­ßi­ge Nach­rich­ten von Recrui­tern.

Dein Pro­fil ent­hält dann nicht nur die rich­ti­gen Key­words. Es ist auch klar und ein­deu­tig. Ein Recrui­ter muss nicht erst über­le­gen, ob sich hin­ter „20 Jah­re IT-Erfah­rung“ viel­leicht genau die Erfah­rung ver­birgt, die sein Kun­de gera­de sucht.

Er sieht schnel­ler, was du kannst, in wel­chem Kon­text du Erfah­rung hast und wofür dein Pro­fil rele­vant ist.


Die größte Sorge: Verliere ich andere Möglichkeiten, wenn ich mich klarer positioniere?

  • Du musst dich nicht zwin­gend auf ein ein­zi­ges Markt­seg­ment beschrän­ken. Wenn dei­ne Ana­ly­se und dei­ne Erfah­rung meh­re­re inter­es­san­te Seg­men­te zei­gen, kannst du auch mit zwei arbei­ten. Aus mei­ner Erfah­rung mit Free­lan­cern erge­ben sich häu­fig ganz natür­lich zwei star­ke Seg­men­te.
  • Die Qua­li­tät dei­ner Kom­mu­ni­ka­ti­on steigt. Du wirst kla­rer, über­zeu­gen­der und ein­fach „greif­ba­rer“. Dadurch bleibst du auch bes­ser im Kopf, selbst bei Unter­neh­men, die nicht unbe­dingt typi­sche Ver­tre­ter dei­nes Seg­ments sind.
  • Du brauchst kei­nen grö­ße­ren Markt. Du brauchst einen Markt, in dem du einen Vor­teil hast.

Du möch­test her­aus­fin­den, wie das für dich aus­se­hen könn­te?

In mei­ner kos­ten­lo­sen IT-Free­lan­cer Posi­tio­nie­rungs-Road­map fin­dest du den kom­plet­ten Pro­zess Schritt für Schritt:

Oder du möch­test lie­ber direkt über dein Pro­fil und dei­ne aktu­el­le Situa­ti­on spre­chen?

Dann kannst du einen kos­ten­lo­sen 30-minü­ti­gen Pro­fil-Check mit mir buchen. Wir schau­en uns an, wie du dich aktu­ell prä­sen­tierst, was schon gut funk­tio­niert und wo dei­ne Posi­tio­nie­rung noch kla­rer wer­den könn­te.